Mulchen
Mulchen bedeckt den Boden mit organischem Material wie Rindenmulch oder Häckselgut. Das hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und nährt den Boden.
Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion, hält ihn gleichmäßig feucht und spart Gießwasser. Gleichzeitig kommen Unkräuter schlechter durch.
Organischer Mulch verrottet langsam, gibt dabei Nährstoffe ab und fördert das Bodenleben. In Beeten und unter Sträuchern ist Mulchen deshalb eine der wirkungsvollsten Pflegemaßnahmen überhaupt.
Welches Material wofür?
Rindenmulch ist der Klassiker unter Gehölzen und an Hängen. Er hält lange und unterdrückt Unkraut zuverlässig, für Staudenbeete ist er oft zu grob.
Häckselgut aus dem eigenen Schnitt kostet nichts und ist sinnvoll, wenn es vorher ein paar Wochen ablagert.
Rasenschnitt nur dünn und angetrocknet ausbringen, sonst fault er und riecht.
Laub ist das beste Material unter Hecken und Sträuchern und zugleich Winterquartier für Igel und Insekten.
Kies und Splitt passen zu Beeten mit trockenheitsliebenden Pflanzen. Sie nähren den Boden nicht, halten aber die Oberfläche trocken.
Richtig mulchen
Vorher jäten, denn Mulch unterdrückt neuen Aufwuchs, erstickt aber kein eingewachsenes Unkraut. Etwa fünf Zentimeter genügen, eine zu hohe Schicht hält Regen ab, statt ihn durchzulassen. Und am Stamm oder am Staudenherz bitte Abstand halten, sonst staut sich dort Feuchtigkeit und es fault.
Und der Stickstoff?
Frisches, holziges Material bindet beim Verrotten Stickstoff und kann ihn den Pflanzen kurzfristig entziehen. Deshalb Rindenmulch und frisches Häckselgut nur abgelagert ausbringen oder beim Aufbringen etwas Hornspäne mitgeben. Bei Laub und abgelagertem Material spielt das kaum eine Rolle.
Wann welche Fläche gemulcht wird, planen wir im Pflege- & Saisonservice mit ein, zusammen mit Schnitt, Düngung und Laubräumung.